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Pilzbefall in der ISS

Mikroben im Weltall

So wie Columbus die Syphilis mit nach Europa brachte, bringt die Menschheit, die nach den Sternen greift, unliebsame Mikroorganismen mit ins All und von dort in veränderter Form auch wieder zurück.

Das Fatale darin ist, dass durch die erhöhte kosmische Strahlung, sich schnell
Varianten bilden, die sich auf die doch ungewöhnlichen Lebensbedingungen schnell einstellen können. Erhöhte Mutationsrate, sehr unfreundliche Lebensbedingungen
und schnelle Anpassungen führen zu besonders aggressiven Mikroorganismen.
So angepasst an ihre neuen Umgebungen, ernährt man sich als Pilz oder Bakterium zuerst noch von dem was die Menschen in der Station so übriglassen. Kleinste Reste von Biomaterialien wie Hautschuppen oder Essensrückstände reichen zuerst aus. Aber irgendwann schafft man es durch Mutationen auf einer Oberfläche sitzend, auch diese anzugreifen und zu verdauen. Dabei werden dann Metalle, Kunststoffe und Isolier-materialien zur neuen Nahrungsquelle. Das äußert sich dann letztendlich in beschleunigter Korrosion von Kabeln, Maschinen und Versorgungseinrichtungen. Sogar die speziellen
Fenstergläser aus Quarz können dann als neue Wachstumsunterlage dienen.
Trotz aller Vorkehrungen wie Reinraumbedingungen, Begasung mit Ethylenoxid, Umluftfilterung, u.s.w. wird man dieser Probleme mittlerweile nicht mehr Herr. So muss man sich dann auch fragen, ob eine ausgesprochen lange Weltraummission zum Mars am Schluss nicht daran scheitert, dass Pilze und Bakterien das Innenleben des Flugobjektes nach und nach stilllegen. Ein zusätzliches Problemist, dass selbst nach einer erfolgreichen
Langzeitmission im Weltraum die Gefahr besteht, dass nun viel aggressivere und
problematischere Keime wieder zur Erde zurückkehren. Daher ist man auf der intensiven Suche nach neuen, keimtötenden Methoden

Foto: © NASA

Stichwörter:
Mikrobiologie, Desinfektion, Pilze

L&M 4 / 2009

Diese Artikel wurden veröffentlicht in Ausgabe L&M 4 / 2009.
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